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BIG Steinweiler e.V.Kein Geothermiekraftwerk in Steinweiler!

von unter Allgemein

Heute morgen um 7:18 (MEZ) wackelte in Landau erneut die Erde. Das Epizentrum lag wieder in der Nähe des dortigen Geothermiekraftwerks in 4 km Tiefe. Mit einer Magnitude von 1,9 wird damit ein neues „Jahreshoch“ markiert. Soviel zum Thema „Monitoring“. Das Märchen von der Beherrschbarkeit der Seismizität sollte nunmehr auch seitens der Politik in der Mottenkiste abgelegt werden.

von unter Allgemein

Landesregierung fördert Tiefengeothermie weiter in großem Stil

Für erhebliche Irritationen sorgte Wirtschaftsministerin Lemke mit ihrer Aussage in der SWR-Sendung „Zur Sache Rheinland-Pfalz!“ vom 06.10.2011, der Anteil der Tiefengeothermie an der gesamten Stromerzeugung des Landes Rheinland-Pfalz solle bis auf 20% ausgeweitet werden. Dies würde bis zum Jahr 2030 eine dreistellige Anzahl von Kraftwerken bedeuten. Im Anschluss an die Sendung ruderte das Ministerium aufgrund der Proteste der Bürgerinitiativen wieder zurück und ließ über seine Pressesprecherin verlautbaren, die Äußerungen der Ministerin seien vom SWR „missverständlich geschnitten“ worden.

In der Mediationssitzung vom 20.10.2011 in Freckenfeld äußerte sich Staatssekretär Stolper nun dahingehend, dass die Landesregierung einen Anteil der Tiefengeothermie an der gesamten Stromerzeugung des Landes Rheinland-Pfalz von 1% plane und zwar bis zum Jahr 2030. Dies entspreche einer Gesamtanlagenleistung von 30 Megawatt bzw. – je nach Leistung der einzelnen Anlagen –  sechs bis zehn Kraftwerken in ganz Rheinland-Pfalz.

Bereits im Jahr 2009 gab es allein im rheinland-pfälzischen Teil des Oberrheingrabens 30 Erlaubnisfelder[1] mit knapp zehn in Betrieb (Landau) oder Planung (übrige) befindlichen Projekten[2]. Zusammen mit den in Planung befindlichen Projekten ist die vom Wirtschaftsministerium kommunizierte Obergrenze von sechs bis zehn Anlagen somit bereits heute erreicht.

Stolper hatte dennoch angekündigt, den Außenbereich für die Tiefengeothermie öffnen zu wollen. Ein Konzept zur nachhaltigen Verhinderung der Überschreitung der Obergrenze von max. zehn Kraftwerken wurde von der Landesregierung allerdings bislang nicht vorgelegt. Es bedarf nicht besonders viel Denkaufwand, um vorauszusehen, dass damit ohne weiteres die den Bürgern vorgestellte „Planung“ in wenigen Jahren überholt und der Oberrheingraben bis zum Jahr 2030 von zahlreichen Geothermiekraftwerken übersät sein wird. Denn wird die Tiefengeothermie als ein im Außenbereich bauplanungsrechtlich privilegiertes Vorhaben behandelt, ist – zudem unter weitgehendem Ausschluss der Kommunen – dem Wildwuchs Tür und Tor geöffnet.

Das Wirtschaftsministerium muss daher aufgrund des weiteren Zuwachses der Tiefengeothermie im Außenbereich damit rechnen, dass weit mehr als zehn Geothermiekraftwerke in Rheinland-Pfalz entstehen werden. Entwicklungen, mit denen man rechnen muss, sind zwangsläufig in vorhandene Planungen einzustellen, wenn diese weiter als seriös und glaubhaft gelten sollen. Wir gehen zugunsten der Ministerin und des Staatssekretärs davon aus, das sie durchaus rechnen und die von ihnen selbst angestoßene Entwicklung vorhersehen können, denn ansonsten würden sich Fragen ganz anderer Art stellen.

Wir können aus den dargelegten Fakten daher nur einen Schluss ziehen: Die absehbare Entwicklung der Entstehung von weit mehr als zehn Kraftwerken ist in Wahrheit vom Wirtschaftsministerium gezielt gewollt. Mit der „1%-Planung“ soll die Bevölkerung über die wahren Absichten des Wirtschaftsministeriums bewusst getäuscht werden. Mit Hilfe der Öffnung des Außenbereichs wird die Geothermie in großem Stil gepusht, während man sich seitens des Ministeriums nach außen hin hinter einer „1%-Planung“ verstecken zu können glaubt. Später – welch Überraschung – sind es dann plötzlich mehr als 100 statt nur maximal zehn Kraftwerke. Ein solches auf bewusste Täuschung der Öffentlichkeit angelegtes Vorgehen lässt die Glaubwürdigkeit der politisch hierfür Verantwortlichen gegen Null sinken.


[1] Landtags-Drucksache 15/3190 vom 09.03.2009

[2] RHEINPFALZ – Ludwigshafener Rundschau Nr. 199 vom Samstag, den 28. August 2010, Seite 16

 

von unter Allgemein

Erdbeben verursacht durch Geothermiekraftwerke bedrohen Steinweiler und die Südpfalz und drohen die Energiewende in Verruf zu bringen.

Zu Fakten der neuesten politischen Entwicklung und den weit überlegenen Alternativen zur Tiefengeothermie informiert die Bürgerinitiative Geothermie Steinweiler bei ihrer

Protestveranstaltung

„Trügerische Stille – Die Tiefengeothermie bedroht Steinweiler weiter“

am Samstag, den 12. November 2011 um 15:00 Uhr an der Landwirtschaftshalle Ortsausgang Steinweiler Richtung Kandel.

Die Veranstaltung findet bei gutem Wetter vor der Halle, bei schlechtem Wetter in der Halle statt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die gesamte Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Der Vorstand

 

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Am Mittwoch, den 19. Oktober 2011, veranstaltete der Bundesverband der Bürgerinitiativen gegen die Tiefe Geothermie seine Mitgliedervollversammlung in Oberbayern/Paterzell.

Nachdem die BI Weilheim (BIFO) in der Vorstandssitzung im Mai dieses Jahres in Raisting dem Bundesverband beigetreten war, und auch die BI vom Starnberger See (BIFUNAE) eine mitgliederstarke Bürgerinitiative ist, organisierten diese die Vollversammlung dieses Mal in Bayern.

Sitz des Bundesverbandes ist Landau in Rheinland-Pfalz.

Die zahlreichen Gäste folgten sehr interessiert den Berichten aus den einzelnen Bürgerinitiativen. Die BI Landau präsentierte umfangreiche neue Informationen zu Erdbeben und Schadensmeldungen in Landau, sowie wissenschaftliche Schadens-Gutachten von erdbebengeschädigten Referenzgebäuden in Landau. Die BI Starnberger See gab einen Überblick über die Tiefengeothermie in Bayern. Frau Romana Asam, 1. Vorsitzende der BI Weilheim führte durch eine erfolgreiche BI-Arbeit.

Nach den klassischen Tagesordnungspunkten, wie Entlastung des Vorstands, fanden auch Neuwahlen statt. Hier das Ergebnis für den geschäftsführenden Vorstand:

Werner Müller/BI Landau wurde als 1. Vorsitzender bestätigt und führt sein Amt fort. Ebenso bestätigt wurden als 2. Vorsitzender Walter Ecker/BI Steinweiler, als Justiziar Werner Forkel/BI Steinweiler, Kassenwart Andreas Chowanetz/BI Starnberger See und als Pressesprecherin Regina Fischer Jech/BI Starnberger See.

Neu in den geschäftsführenden Vorstand wurden zwei weitere 2. Vorsitzende aus Bayern gewählt:

Romana Asam von der BI Weilheim (BIFO) und Erich Jech von der BI Starnberger See (BIFUNAE).

Ebenso wurde der erweiterte Vorstand um Gerhard Weber als Vertreter für die BI Weilheim und Christine Hälterlein als Vertreterin der BI Starnberg ergänzt.

 

 

von unter Allgemein

Die Erdbebenserie in Landau reißt nicht ab. Aus einem erst seit heute Morgen beim LGB abrufbaren Datensatz ist ersichtlich, dass am gestrigen Tag um 17.05 MESZ (MESZ = UTC + 2 Std.) ein weiteres Erdbeben die Stadt erschütterte. Das in einer Tiefe von 4 km lokalisierte Erdbeben hatte die Stärke von 1,7. Spürbar war das Erdbeben vor allem am Ebenberg, wie Anrufer dem Bundesverband der Bürgerinitiativen Tiefe Geothermie e. V. gestern nach diesem Beben berichteten. Über die weiteren Vorgänge im und um den Landauer B/Ebenberg werden wir weiter berichten.

 

von unter Allgemein

Die neue Erdbebenserie in Landau reißt nicht ab. Seit dem 29.09.2011, zuletzt am Mittag des 04.10.2011, wurden in Landau drei Erdbeben registriert. Die Magnitude stieg hierbei von Erdbeben zu Erdbeben an. Nach dem heute in Landau deutlich spürbaren Beben meldeten sich etliche verunsicherte Landauer Bürger beim dort ansässigen Bundesverband der Bürgerinitiativen Tiefe Geothermie e.V.