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BIG Steinweiler e.V.Kein Geothermiekraftwerk in Steinweiler!

von unter Allgemein

Einen erheblichen Schreck bekamen etliche Bürger der Südpfalz durch ein induziertes Erdbeben der Magnitude 2,1 am 02.10.2013 um 3:13 MESZ (1:13 UTC), das sein Hypozentrum in Insheim in der Nähe des dortigen Geothermiekraftwerks hatte und ganze Häuser erzittern ließ. Spürbar und auch hörbar war das Erdbeben in zahlreichen Orten der Südpfalz. Bereits heute Morgen lagen uns zahlreiche Meldungen aus Steinweiler, Insheim, Rohrbach, Billigheim und Landau vor. „Ich habe erst einen Knall gehört und dann hat das ganze Haus gewackelt“ schrieb eine Betroffene in Facebook. Mit den Worten „Hatte echt Panik“ schilderte eine andere Betroffene ihr nächtliches Erlebnis.

„Das ist „German Angst“, sie ist unbegründet. Die Geothermie ist überhaupt nicht in der Lage, Erdbeben zu erzeugen.“ erklärte Bohr-Unternehmer Josef Daldrup noch im August laut einem in der Papierausgabe der RHEINPFALZ vom 21.08.2013 wiedergegebenen dpa-Interview zur Sorge der Bürger vor weiteren Erdbeben.

Selbst der Insheimer Geothermiebetreiber Pfalzwerke geofuture GmbH geht laut einer Pressemeldung der Pfalzwerke AG vom heutigen Tage davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen dem seismischen Ereignis und der Veränderung der Fließwege des Thermalwassers im Untergrund – und somit dem Betrieb des Geothermiekraftwerks – besteht.

Nun sollte es wirklich jeder begriffen haben. Wer also nach diesem Erdbeben noch ein weiteres Mal behaupten würde, die Geothermie könne kein Bierglas zum wackeln bringen, wäre nichts anderes als ein Lügner.

Mit der Aussage der Pfalzwerke AG in deren Presseeerklärung, es sei immer das Ziel, die Schwingungen unterhalb der Spürbarkeitsgrenze zu halten, ist den Bürgern leider nicht geholfen. Denn mit dem Setzen und Verfolgen von Zielen allein lässt sich Sicherheit nicht garantieren. Schließlich handelt es sich hier nicht um ein Wunschkonzert, sondern um Bergbau und unberechenbare Reaktionen des tiefen Untergrunds.