Logo Steinweiler

BIG Steinweiler e.V.Kein Geothermiekraftwerk in Steinweiler!

von unter Allgemein

Tagesordnung

1. Begrüssung

2. Bericht des Vorstands

Vortrag Frackingpaket – Auswirkungen auf die Tiefe Geothermie

3. Bericht Schatzmeister

4. Bericht der Kassenprüfer

5. Entlastung des Vorstands

6. Neuwahl des Vorstands

a. Wahl eines 1. Vorsitzenden

b. Wahl zweier 2. Vorsitzender

c. Wahl weiterer Vorstandsmitglieder

d. Wahl Beisitzer

e. Wahl Schatzmeister

f. Wahl zweier Kassenprüfer

7. Anträge

8. Verschiedenes

von unter Allgemein

Wir laden Mitglieder und interessierte Mitbürger zu unserer traditionellen

Protestveranstaltung

ein:

„Kein Geothermiekraftwerk in Steinweiler

(und Umgebung)“

 

am Samstag, den 22. November 2014

um 14:00 Uhr

im Vereinsraum Bürgerhaus Steinweiler

 

Trotz der Umweltskandale in Landau verfolgen die Geothermiebetreiber weiter hartnäckig ihre Projekte – es winken nach wie vor die völlig überhöhten Subventionen nach dem EEG-Gesetz.

Wir berichten über den Stand der Tiefen Geothermie und die aktuelle Entwicklung in der Südpfalz und im südlichen Oberrheingraben.

Bei Brezeln und Glühwein bleibt dann noch genügend Zeit für Diskussionen über die Anliegen und Forderungen wie Abstandsregelung – Entschädigungsfond – Bürgerentscheid.

Mit freundlichen Grüßen

Bürgerinitiative Geothermie Steinweiler (BIGS) e. V.

Walter Ecker

1. Vorsitzender

von unter Allgemein

Hiermit laden wir ein zur ordentlichen Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative Geothermie Steinweiler (BIGS) e.V.

Diese findet statt am Montag, den 12. Mai 2014, 20:00 Uhr, im Seniorenraum Bürgerhaus Steinweiler, Hauptstraße.

Tagesordnung

  1. Begrüßung
  2. Stand des Geothermie-Vorhabens Steinweiler, Bericht
  3. Vortrag zum Thema „Schäden durch Tiefe Geothermie – Rechtliche Möglichkeiten Betroffener im Schadensfall“ (Referent  Werner Forkel, Aktueller Anlaß: Wiederinbetriebnahme des Geothermiekraftwerks Insheim)
  4. Aktuelles (Ereignisse Landau, Landabsenkungen – Bahnschäden – Ursachenforschung, Weiterbetrieb des Geothermiekraftwerks Landau?, Geothermiekraftwerk Insheim: Untersuchungen – Wartungsarbeiten – Wiederanlauf, Geothermieforum
  5. Schreiben an die Parteien zur bevorstehenden Gemeinderatswahl
  6. Aussprache
  7. Verschiedenes

Mit freundlichen Grüßen

Walter Ecker

1. Vorsitzender Bürgerinitiative Geothermie Steinweiler e.V.

von unter Allgemein

Nachdem das Geothermiekraftwerk Insheim allein seit dem 10. November 2013 – die Gesamtzahl liegt inzwischen bei 57 – bereits vier weitere Erdbeben erzeugte, kam heute noch ein weiteres Erdbeben hinzu, welches um 13:54 (MEZ) Steinweiler erschütterte. Einwohner berichteten von einem knallähnlichen Geräusch sowie von bebenden Fußböden. Das Epizentrum des Erdbebens lag genau an der Bahnlinie an der nordöstlichen Ecke unseres Nachbardorfes Rohrbach.

von unter Allgemein

Zuletzt vom Geothermiekraftwerk Insheim ausgehende Erdbeben haben nicht nur die Bewohner großer Teile der Südpfalz in Angst und Schrecken versetzt, sondern auch zu zahlreichen Schadensmeldungen geführt. In der Berichterstattung ist verharmlosend stets nur von „kleineren“ oder „leichten“ Beben die Rede. Die Landesregierung, insbesondere Energieministerin Lemke, hat es nach dem letzten Insheimer Erdbeben noch nicht einmal für nötig befunden, sich zu dem Beben zu äußern, geschweige denn, Kontakt mit den Betroffenen aufzunehmen.

Richtig ist zwar, dass, global betrachtet, ein tektonisches[1] Erdbeben der Magnitude 2 keinen Seismologen vom Hocker reißt. Wir verkennen auch nicht, dass die bislang in der Südpfalz verursachten Erdbeben mit größeren Schadbeben, wie etwa in Norditalien oder gar Haiti, nicht vergleichbar sind. Hier in der Südpfalz haben wir es jedoch mit geothermieinduzierten oberflächennahen Erdbeben nicht unerheblicher Intensität zu tun.

Wir verwahren uns daher entschieden dagegen, dass die durch die Tiefengeothermie und damit unnötig induzierten Erdbeben von Politik und Betreibern in der Hoffnung, die Bürger würden sich schon mit der Zeit an die Beben gewöhnen, verharmlost werden.

Ein induziertes Erdbeben findet in der Regel oberflächennah statt. Je näher das Hypozentrum[2] des Bebens an der Erdoberfläche liegt, desto größer ist in der Regel seine sogenannte Intensität. Mit dem Grad der Intensität werden sowohl Wahrnehmbarkeit als auch Schadenswirkungen bewertet. Hierbei kann man – in etwa – sagen, dass ein oberflächennahes Erdbeben ohne weiteres eine um ca. zwei Stufen höhere Intensität haben kann als ein Tiefbeben gleicher Magnitude. Führt ein Tiefbeben der Magnitude 2 z. B. zu einer Intensität von IV, dann könnte sich also ein oberflächennahes Beben der Magnitude 2 unter Umständen ohne weiteres an der Erdoberfläche mit einer Intensität von VI auswirken, was bereits ohne weiteres Gebäudeschäden nach sich zieht, wie wir sie hier in der Südpfalz bereits erlebt haben. In von Politik und Wirtschaft lancierten Pressemeldungen über induzierte Erdbeben werden diese Zusammenhänge praktisch durchweg verschwiegen.

Wir verwahren uns daher ausdrücklich gegen jedweden Versuch der Verharmlosung von geothermieinduzierten Erdbeben.

    • Menschgemachte Erdbeben sind inakzeptabel
    • Erdbeben, die zu Angst in der Bevölkerung führen, sind inakzeptabel
    • Erdbeben, die Schäden verursachen können, sind inakzeptabel
    • Erdbeben, die die Bevölkerung erschrecken, verängstigen oder gar Schäden verursachen, sind weder „klein“ noch „leicht“
    • Die Südpfalz und andere besiedelte Gebiete sind keine Versuchslabore
    • Politiker, die sich trotz der Angst der Menschen nicht aktiv für die Beendigung der Tiefengeothermie einsetzen, sind inakzeptabel

      Daher ist auch die Fortführung der Tiefengeothermie inakzeptabel. Politiker, die dies nicht verinnerlichen, sollten umgehend gefeuert werden.


      [1] Erdbeben natürlicher Genese im tiefen Untergrund nennt man tektonische Erdbeben

      [2] Das Hypozentrum ist der Punkt im Untergrund, von dem das Erdbeben ausgeht

      von unter Allgemein

      Einladung zur Protestveranstaltung 2013

      Erdbeben verursacht durch Geothermiekraftwerke bedrohen Steinweiler und die Südpfalz weiterhin. Nach den auch in Steinweiler spürbaren Erdbeben vom 2. Oktober – ausgelöst durch das nahegelegende GKW in Insheim – ist das Thema auch bei uns wieder brandaktuell.

      Gegen den weiteren Bau  und den Betrieb von Geothermiekraftwerken, der gegen den ausdrücklichen Bürgerwillen auch in Steinweiler weiter verfolgt wird, wenden wir uns mit unse­rer schon traditionellen

      Protestveranstaltung

      „Schluss mit der Tiefengeothermie in Steinweiler und Umgebung“

      am

      Samstag, den 9. November 2013 um 14:00 Uhr an der

      Landwirtschaftshalle Ortsausgang Steinweiler Richtung Kandel

       

      Zeitgleich findet dort als Bestandteil der Protestveranstaltung eine

      Öffentliche außerordentliche Mitgliederversammlung

      unserer Bürgerinitiative statt, zu der wir alle Mitglieder und die Öffentlichkeit hiermit ebenfalls herzlich einladen. Einziger Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung ist der „Bericht des Vorstands“, mit dem zugleich auch die Protestveranstaltung eingeleitet wird. Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung abweichend von den früheren Jahren schon um 14 Uhr beginnt.

      Die Veranstaltung findet bei gutem Wetter vor der Halle, bei schlechtem Wetter in der Halle statt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die gesamte Bevölkerung – auch der umliegenden Ortschaften – ist herzlich eingeladen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Der Vorstand

      von unter Allgemein

      Wir gratulieren der Ortsgemeinde Insheim zum Jubiläum: Das induzierte Erdbeben, das in der vergangenen Nacht erhebliche Teile der Südpfalz erschütterte und zahlreiche Einwohner in Angst und Schrecken versetzte, war laut Datenbank des Landesamtes für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz das 50. induzierte Erdbeben in Insheim.

      Herzlichen Glückwunsch!

      Bis Redaktionsschluss konnten wir noch nicht in Erfahrung bringen, ob der Insheimer Ortsbürgermeister Bergdoll plant, dieses Jubiläum im Rahmen einer offiziellen Feierstunde gebührend zu würdigen und zu diesem Anlass politische Prominenz, wie z. B. Staatsministerin Lemke und Bundesumweltminister Altmaier, zu einem Umtrunk nach Insheim einzuladen.

      von unter Allgemein

      Einen erheblichen Schreck bekamen etliche Bürger der Südpfalz durch ein induziertes Erdbeben der Magnitude 2,1 am 02.10.2013 um 3:13 MESZ (1:13 UTC), das sein Hypozentrum in Insheim in der Nähe des dortigen Geothermiekraftwerks hatte und ganze Häuser erzittern ließ. Spürbar und auch hörbar war das Erdbeben in zahlreichen Orten der Südpfalz. Bereits heute Morgen lagen uns zahlreiche Meldungen aus Steinweiler, Insheim, Rohrbach, Billigheim und Landau vor. „Ich habe erst einen Knall gehört und dann hat das ganze Haus gewackelt“ schrieb eine Betroffene in Facebook. Mit den Worten „Hatte echt Panik“ schilderte eine andere Betroffene ihr nächtliches Erlebnis.

      „Das ist „German Angst“, sie ist unbegründet. Die Geothermie ist überhaupt nicht in der Lage, Erdbeben zu erzeugen.“ erklärte Bohr-Unternehmer Josef Daldrup noch im August laut einem in der Papierausgabe der RHEINPFALZ vom 21.08.2013 wiedergegebenen dpa-Interview zur Sorge der Bürger vor weiteren Erdbeben.

      Selbst der Insheimer Geothermiebetreiber Pfalzwerke geofuture GmbH geht laut einer Pressemeldung der Pfalzwerke AG vom heutigen Tage davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen dem seismischen Ereignis und der Veränderung der Fließwege des Thermalwassers im Untergrund – und somit dem Betrieb des Geothermiekraftwerks – besteht.

      Nun sollte es wirklich jeder begriffen haben. Wer also nach diesem Erdbeben noch ein weiteres Mal behaupten würde, die Geothermie könne kein Bierglas zum wackeln bringen, wäre nichts anderes als ein Lügner.

      Mit der Aussage der Pfalzwerke AG in deren Presseeerklärung, es sei immer das Ziel, die Schwingungen unterhalb der Spürbarkeitsgrenze zu halten, ist den Bürgern leider nicht geholfen. Denn mit dem Setzen und Verfolgen von Zielen allein lässt sich Sicherheit nicht garantieren. Schließlich handelt es sich hier nicht um ein Wunschkonzert, sondern um Bergbau und unberechenbare Reaktionen des tiefen Untergrunds.

      von unter Allgemein

      GEMEINSAME PRESSEERKLÄRUNG

      der

      Bürgerinitiativen Landau-Südpfalz, Rohrbach & Insheim, Steinweiler

       

      Die Glaubwürdigkeit ist schon futsch

       

      Ist es Ignoranz, Unwissenheit oder Volksverdummung oder alles zusammen? Diese Frage stellt sich, wenn man in der Rheinpfalz das dpa-Interview mit dem Bohr-Unternehmer Daldrup liest. Die heile Welt des Bohrexperten sieht so aus: Das Geothermie Kraftwerk Landau läuft seit 2009 störungsfrei. Es gibt zwar in der Region Landau jährlich 40 messbare Erdbeben, davon wurde aber nur eines im Jahre 2009 durch das Geothermiekraftwerk Landau ausgelöst. Das wackelt nicht mal ein Bierglas. Purer Zynismus gegenüber den betroffenen Menschen im südbadischen Staufen ist es, wenn Daldrup erklärt , dass die 260 beschädigten Gebäude mit einem Schadensvolumen von ca. € 80 Mio. auf Baumängel zurückzuführen sind.

       

      Wenn alles so heile Welt ist,

      • Warum musste die Leistung des Kraftwerkes Landau auf unter 50 % zurückgefahren werden?
      • Warum wurde das Kraftwerk in den letzten Jahren mehrfach bis zu 5 Monate stillgelegt?
      • Weshalb wollte die Energie Südwest die hohen finanziellen Lasten nicht mehr mittragen und ursprünglich ganz aus dem Geothermie Kraftwerk aussteigen?
      • Warum begründete die EnergieSüdwest ihren Ausstieg mit der Ungewissheit über den Erfolg der 3. Bohrung – hier wird als Negativ-Beispiel Insheim angeführt-und den sicheren, wirtschaftlichen Betrieb, ohne Gefährdung des Eigentums der Bürger, infrage stellt.
      • Warum wollte der örtliche Energieversorger ESW seinen Kunden die Gefahren und Risiken des GKW nicht mehr zumuten?
      • Wie so benötigt man jetzt noch die 3. Bohrung für über 10 Mio. Euro?

       

      Die Fakten sprechen leider eine ganz andere Sprache:

      Seit 2008 wurden in Landau 51 sogenannte induzierte, d.h. vom Geothermiekraftwerk ausgelöste Erdbeben unterschiedlicher Stärke gemessen und vom Landesamt für Geologie und Bergbau in Mainz veröffentlicht. Nachweislich sind bei den Beben seit dem Jahre 2009 bis heute Gebäudeschäden entstanden. Keines der aufgezeichneten Beben hatte eine tektonischen Ursache.

      Bisher sind in Deutschland 3 Tiefe Geothermiekraftwerke mit dem Schwerpunkt Stromerzeugung in Betrieb. Alle bereiten große Probleme.

      Ein Tiefe Geothermieprojekt in der Nähe von St. Gallen in der Schweiz verursachte mehrere Erdbeben bis zur Stärke von 3,6. Die Bohranlage stand kurz vor einer Explosionskatastrophe, die auch Menschen in Lebensgefahr gebracht hätte. Die Bohrung wurde gestoppt.

      Die Fa. Daldrup hat keine Erfahrungen mit Tiefe Geothermie-Kraftwerken im tektonisch kritischen Oberrheingraben.

      Lt. Süddeutscher Zeitung steht das Geothermie-Projekt der Gemeinden Grasbrunn, Vaterstetten und Zorneding (Bayern) auf der Kippe, weil die Daldrup-Gruppe die geforderte Versicherung für das hohe Ausfallrisiko nicht beibringen kann.

      Teile der Orte Staufen im Breisgau (www.wir-halten-staufen-zusammen.de/index.html) und des elsässischen Lochwiller (s. Rheinpfalz v.3.8.) drohen aufgrund von Erdhebungen, ausgelöst durch Geothermie-Bohrungen, zu zerfallen. In Staufen musste das erste Gebäude abgerissen werden. Für die Menschen in diesen Orten sind dies nicht vorstellbare Tragödien. Richtig ist, dass es sich nicht um Tiefe Geothermieprojekte handelt, zeigen aber trotzdem die Unwägbarkeiten und den offensichtlich nicht vorhandenen Sachverstand bei sogenannten Experten und dies bei Bohrungen bis zu einer Tiefe von 100 m.

       

      Der selbsternannte Heilsbringer, Herr Daldrup, hat sich schlecht möglichst in unserer Region eingeführt. Die getätigten Äußerungen zeigen ein hohes Maß an Ignoranz. Die berechtigten Bedenken, Ängste der Menschen werden missachtet. An der viel beschworenen Kompetenz der handelnden Personen muss aufgrund der Ausführungen auch in Zukunft gezweifelt werden, die Glaubwürdigkeit ist jetzt schon futsch.

      Für die Landauer und die Bewohner der angrenzenden Orte sind dies leider keine guten Nachrichten.

      Sie müssen sich auf eine verstärkte Erdbebentätigkeit im Winterhalbjahr, auf die noch nicht überschaubaren Gefahren und Risiken des Geothermie-Kraftwerk-Betriebes sowie auf einen Investor einstellen, den die Belange, Ängste und Sorgen der Menschen nicht interessieren.

      Interessant wäre es, zu erfahren, mit wie viel Steuermillionen der Einstieg von Daldrup gepampert wurde und ob die Pfalzwerke als Stromversorger auch die Interessen ihrer Kunden im Blick hat.